Am Freitag, den 20. Januar 2012 tauchten wir, die Schüler des MuK-Kurses, in ein neues Gebiet zum Thema Medien ein: Wir besuchten das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) in Nähe der Friedrichstraße in Berlin.
Walter Schmidt, ein gelernter Lehrer, der seit 25 Jahren im BPA arbeitet, war unser Ansprechpartner während des Besuches. In seiner Hand lag es, das Bundespresseamt uns etwas näher zu bringen. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Herrn Schmidt, wurde uns in einem großen Schall geschützten Raum zunächst ein Film über das BPA gezeigt. Wir folgten dem Film sehr gespannt. Fleißig schrieben wir alles Interessante auf unseren Notizblöcken nieder.
Es stellte sich heraus, dass das BPA zwei Kernaufgaben besitzt: Zum einen informiert es die Bürger über die Inhalte und Ziele der Politik der Bundesregierung. Zum anderen informiert es die Regierung über das aktuelle Geschehen in Deutschland und der Welt. Das BPA entstand am 15. September 1949 mit der Errichtung des Bundeskanzleramtes durch Konrad Adenauer. Es besteht aus etwa 500 Mitarbeitern. Chef des BPA ist Staatssekretär Steffen Seibert.
Ein weiterer Punkt, den der Film anspricht: Wie organisiert sich das BPA? Die Bundesregierung, der Bundestages, die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident werden ständig auf dem Laufenden gehalten. Dies erfolgt durch die Auswertung von aktuellen Nachrichtentickern und Zeitungen. Im sogenannten Newscenter des BPA werden Nachrichten gesichtet, bewertet und weitergeleitet. Damit die Spitzen der Regierung immer über die aktuelle Lage informiert sind, gibt es eine kontinuierliche Berichterstattung per SMS und E-Mail. Das Versorgen mit Informationen durch SMS erfolgt ähnlich wie in den Newsrooms des Projektes „News4Youth“. Die Quellen der Redaktion sind rund 70 regionale und überregionale Zeitungen, Hörfunkprogramme, das Kanzleramt, Fernsehsender und die Nachrichtenagenturen. Zweimal täglich erscheint eine Pressemappe mit ausgewählten Zeitungsbeiträgen aus In- und Ausland, die für die Bundeskanzlerin bestimmt ist. Für diese sogenannte Kanzlermappe arbeitet eine spezielle Redaktion täglich schon ab 5 Uhr morgens.
Für die Informationsversorgung nach außen gibt es dreimal wöchentlich eine öffentliche Bundespressekonferenz. Bei ihr stehen die Regierungssprecher den Journalisten Rede und Antwort bereit. Außerdem ist die Internetplattform www.cvd.bundesregierung.de eine beliebte Anlaufstelle für Journalisten. Über dieses Internet-Informationssystem können sie an Informationen über die Termine von Bundeskanzlerin und Bundesregierung und ausführliche Berichte über die Arbeit der Bundesregierung gelangen. Das BPA informiert die Bürger über Maßnahmen, Strategien und Hintergründe der Politik. Um das ermöglichen zu können, setzt es immer mehr auf das Internet.
Die Fülle an Informationen, die der Film bot, mussten wir zunächst einmal verarbeiten. „Jetzt könnt ihr Fragen stellen!“, entgegnete Herr Schmidt unserem Schweigen. Zunächst folgten schüchterne Blicke auf die Arbeitsblätter mit den vorher notierten Fragen. Nach kurzer Zeit hoben die ersten Mutigen ihre Arme. Auch neue Fragen stellten uns vor Ort. „Was hält das BPA von Social Networking?“, fragte eine Schülerin. Herr Schmidt erklärte, dass der Internetauftritt ein wichtiges Medium sei, über Social Networking sich aber noch keine direkten Gedanken gemacht worden sind. Es gäbe aber Plattformen wie www.bundeskanzlerin.de und www.bundesregierung.de, die wichtige Anlaufstellen für politikinteressierte Bürger sind. Neu ist, dass sich die Regierungspolitik seit Kurzem auch auf www.youtube.com darstellt.
Zum Schluss hatten wir noch die Möglichkeit, uns aus einer großen Palette von Flyern zu bedienen. Aber was kann schon eine Broschüre bieten, wenn man die Dinge vor Ort erleben kann.
Kimberly Colditz, Klasse 10 a






