Internationale Halbzeit-Konferenz in Italien

Die Internationale Halbzeitkonferenz fand vom 28. bis 31. Januar 2012 in Italien statt. Wir besuchten dabei die Orte Monteveglio, Bazzano und Bologna.

Halbzeitkonferenz Tag 4

Unser Abreisetag: Heute ging es zurück nach Deutschland. Vormittags hatten wir noch etwas Programm. Ursprünglich wollten wir eine italienische Schule besuchen, doch die betreffenden Lehrer waren kurzfristig erkrankt. Immerhin konnten wir dadurch etwas länger schlafen. Nach dem Frühstück wurden die Koffer gepackt, dann kam alles in die Autos und wir fuhren wieder in Kolonne zum Rathaus Monteveglio.

Um 10 h trafen wir dort die italienische Projektleiterin Laura Nanni. Sie zeigte uns zunächst das Jugendzentrum des Ortes, in dem auch der dortige Newsroom durchgeführt wird. Dann ging es ins nebenan gelegene Rathaus, wo uns der junge Bürgermeister, der “Sindaco” Daniele Ruscigno (auf dem Foto rechts unten) im Ratssaal empfing. Dort finden die Ratssitzungen mit den (incl. Bürgermeister) 6 Stadträten (Assessori) und den 12 gewählten Parlamentarier/innen statt. Bürgermeister Ruscigno ließ sich unser Projekt erklären und erzählte etwas zu seiner Arbeit im Ort.

 

Gegen 11.30 stiegen wir dann wieder in die Autos und fuhren weiter nach Vignola, einem der zahlreichen Orte mit historischen Bauten in der Region Emilia Romagna. Herr Emmerich hatte für die Fahrt dorthin “kürzeste Strecke” in sein Navi eingegeben, und so ging es über einspurige Landstrassen bergauf und bergab mit vielen Kurven und steilen Abhängen, in welche die einen fasziniert, die anderen eher entsetzt hinunter schauten. Eigentlich wollten wir uns Vignola und insb. die mitten in der Stadt gelegene Burg anschauen. Doch wir waren schon etwas spät im Plan, und inzwischen hatte auch schon der für nachmittags geplante Schnee eingesetzt. Da wir nicht sicher waren, wie sehr das Wetter unsere Rückreise beeinträchtigen würde, beschränkten wir uns weitgehend auf einen einstündigen Besuch in einer Pizzeria zum Lunch.

Anschließend ging es auf die Autobahn Richtung Mailand, mit dem obligatorischen Stopp bei einem “Autogrill”. Dieser Laden war sehr zielgruppenorientiert eingerichtet – neben einer langen Espresso-Theke gab es meterweise Regale mit Süß- und salzigem Kram in beeindruckender Dimension, dem wenige von uns widerstehen konnten. Doch da zeigte sich schon, dass die vorhergesagte Schneekatastrophe nicht eintreten würde – es hörte auf zu schneien, und die Strasse war die ganze Zeit schneefrei geblieben.

So wurde entschieden, hinter Mailand eine weitere Rast einzulegen. Wir fuhren also kurz vor dem Flughafen Malpensavon der Autobahn ab und “der Nase nach” eine Landstrasse durch besiedeltes Gebiet. Nach einigen Kilometern tauchte ein großer Supermarkt mit angeschlossenem McDonald´s und riesigem kostenfreien Parkplatz auf. Zunächst ging´s in den Supermarkt, der sich innen als noch sehr viel größer als vermutet zeigte. Hier gab´s fast alles – auch Kuscheltiere.

Das letzte gemeinsam Essen unserer Halbzeitkonferenz nahmen wir dann nebenan bei McDonalds ein, wo auch mitgebrachte Sachen aus dem Supermarkt verzehrt wurden – Weintrauben ebenso wie eine 1-kg-Tafel Schololade (für einen jungen Teilnehmer, der noch am Morgen über Übelkeit geklagt hatte …)

 

Auf dem letzten Stück unserer Rückfahrt wurd´s dann doch noch etwas glitschig – es war schon dunkel, der Schnee hatte wieder eingesetzt, und die Temperaturen fielen unter Null. Doch es stellte sich heraus, dass die größte Schwierigkeit für den Rest der Autofahrt darin bestand, in der richtigen Richtung vom Supermarkt-Parkplatz herunterzukommen. Ansonsten ging alles gut, schließlich war das Begleiterteam ja inzwischen auch ein eingespieltes Kolonnenfahr-Team geworden. Als wir dann gegen 19.30 am Flughafen angekommen und die Mietautos abgegeben hatten, mussten wir feststellen, dass für unseren Flug eine Verspätung angezeigt war: statt um halb zehn sollte es erst gegen halb zwölf losgehen. Da mussten natürlich erst einmal alle Eltern benachrichtigt werden, die ja z.T. lange Anfahrtszeiten hatten. Die Wartezeit gestaltete sich die Gruppe sehr kreativ: Einige veranstalteten Ratespiele in der Gruppe, andere inszenierten absurdes Theater – immerhin hatten wir ja die riesige Flughafen-Halle fast für uns allein. Als dann endlich unser Flieger gelandet, wir eingecheckt und dann endlich im Flugzeug waren, verzögerte sich der Abflug noch einmal: Unser Airbus musste enteist werden, und dazu musste unser Flieger über den ganzen riesigen langen Flugplatz von Malpensa zu den Enteisungs-Fahrzeugen fahren, um dann wieder die ganze Strecke zurück zur Startposition zu rollen.

Es war gegen Mitternacht, als wir in den bewölkten Himmel über Malpensa starteten – genau zu dem Zeitpunkt, als Marias 16. Geburtstag begann. Die Gruppe stimmte ein “Happy Birthday” an, als Geburtstagskuchen wurde ein Muffin mit Schokoladen-Sticks gereicht, und “Der Kleine Muck” gab´s als Geschenk – alles organisiert vom unermüdlichen Herrn Emmerich. Immerhin lief dann alles reibungslos: “Schon” gegen 1.20 h landeten wir auf dem Flughafen Schönefeld, wo schon eine große Anzahl von Eltern auf ihre Kinder warteten.

Als erstes Resümee der Konferenz kann festgehalten werden: Es war wirklich eine gelungene Sache. Wir hatten ein interessantes Programm, alle haben mitgemacht, das Betreuer-Team hat gut funktioniert, die Teilnehmer der unterschiedlichen Newsrooms haben sich kennengelernt – sowohl national wie auch international – und gemeinsame Aktivitäten durchgeführt, und viele haben schon angekündigt, dass sie gern an der Abschlusskonferenz im Juni in Deutschland teilnehmen wollen. Das freut nicht zuletzt auch die Veranstalter von GEKO, die sich an dieser Stelle noch einmal bei allen Beteiligten – den deutschen und italienischen Teilnehmer/innen, den italienischen Organisator/innen vor Ort, den mitreisenden Begleiter/innen und last not least den Eltern – ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedankt. Das macht Lust auf mehr!

 

Halbzeitkonferenz Tag 3

Heute stand ein ganzer Tag “Bologna” auf dem Programm: Nach dem Frühstück holte uns unsere Gastgeberin Laura Nanni ab, und wir fuhren mit dem Bus in die “City” von Bologna. Dort suchten etliche von uns erst einmal ein WC, was gar nicht so einfach war.

Um 9.30 Uhr waren wir am Neptun-Brunnen mit unserer Stadtführerin Miriam verabredet. Sie hatte in den 70er Jahren in Berlin Deutsch studiert, so dass sie die Stadtführung in Deutsch machte, wobei ein kleiner Verstärker am Gürtel die gute Verständigung unterstützte. Laut Miriam hätten wir mehr Zeit mitbringen sollen, um alle Sehenswürdigkeiten von Bologna zu sehen, was aber leider nicht möglich war. So mußte sie sich auf einige historische Sehenswürdigkeiten im inneren Bereich der City beschränken, was in einem anderen Artikel des Newsrooms Wittstock beschrieben ist. Die Stadtführung konnte nicht ganz wie geplant vonstatten gehen, das ausgerechnet an diesem Tage Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano in Bologna weilte, daher ein Teil der Innenstadt von der Polizei abgeriegelt und zudem Gegendemonstranten weitere Strassen blockierten (siehe dazu den Artikel vom Newsroom Kleinmachnow).

Nahtlos übergab uns Miriam kurz vor 12 h wieder Laura Nanni, die schon Tickets besorgt hatte und uns in einen Bus verfrachtete. Wir fuhren etwas aus der City heraus. Durch eine Passage, die mitten durch einen Supermarkt führte, kamen wir zur Station eines kleinen, unabhängigen Radios “Citta del Capo”. Die Räume dort waren sehr eng, aber es war gerade deshalb interessant zu sehen, wir unter einer Situation mit wenig Mitteln Radio gemacht werden kann. Wir bekamen nicht nur einiges von ihrer Arbeit erklärt, sondern konnten auch 2 kurze Beiträge einspielen.

Anschließend ging es gegen 14.30 h zurück zu dem Supermarkt vor der Bushaltestelle. Dort versorgten sich einige erst einmal mit etwas Verpflegung. Dann zurück mit dem Bus zur City. Leider gelang es uns diesmal nicht, in dem veralteten Bus vor unserer Aussteige-Haltestelle herauszufinden, wie wir für unsere insgesamt (incl. des italienischen Newsrooms) 29köpfige Gruppen Fahrkarten erwerben konnten. Wieder nahe dem Neptun-Brunnen angekommen, hatten wir rund 2 Stunden Zeit zu schauen, ob es nicht etwas interessantes zu shoppen für uns gäbe. Um halb sechs war wieder Treffpunkt am Neptun-Brunnen, von wo die ganze Gruppe dann zu Fuß die ca. 3 km zum Hauptbahnhof Bologna zurücklegte. Wie unsere italienischen Begleiter uns versicherten, sei der alte Regionalzug, dessen Zustände sie uns in den abgründigsten Formulierungen schilderten, durch einen neuen mit komfortablem Standard ersetzt worden (jedenfalls saßen wir wesentlich bequemer als auf der Hinfahrt). Kurz nach 19 Uhr kamen wir im Hotel an und gingen gleich ins Restaurant, wo ein Pastagericht und anschließend eine offensichtlich regionale Süßspeisen-Spezialität auf uns wartete.

Wer denkt: Das wars! – irrt : nachdem der letzte Löffel der Süßspeise vertilgt war, ging es in den 1. Stock in den Konferenzraum des Hotels, und wir verfassten 5 Newsroom-Artikel über unsere Erlebnisse dieses Tages. Anschließend gingen einige von uns nochmal ein paar Schritte in Bazzano spazieren, auch um uns von unseren italienischen Begleitern zu verabschieden.

Wer nicht eh schon auf den Zimmern war fand sich gegen 23 Uhr in der Hotel-Lobby ein, und es wurde sogar noch eine Gitarre herausgeholt. Schade einerseits: Wir hatten die Nachricht erhalten, dass der Lehrer, der uns am kommenden Tag in der Schule in Casalecchio emfpangen wollte, erkrankt war. Einen Ersatz gab es nicht, so dass dieser Programmpunkt entfiel. So müssen wir morgen erst später aufstehen.

Das wird noch interessant: Der kurzfristige Wetterbericht sagt für morgen Nachmittag Schnee an! Da werden wir etwas früher als geplant Richtung Flughaben Mailand-Malpensa starten.

 

Halbzeitkonferenz Tag 2

Der zweite Tag begann mit einem leckeren italienischen Frühstück. Anschließend ging´s mit den Autos von Bazzano ins nahe gelegene Monteveglio, wo unsere Gastgeber, die Stadträtin für Kultur, Tourismus und Europa Laura Nanni sowie Alessandro, der Anleiter des dortigen Newsrooms auf uns warteten. Wir parkten am Rathaus und machten erst einmal ein Gruppenfoto vor der Eingangstür. Gegen 9.30 Uhr liefen wir zur Zentrale des Regionalparks, wo wir unseren “Guide” Matteo trafen. Er führte uns durch den kleinen, aber feinen Regionalpark von Monteveglio. Durch naturbelassenes Gelände ging es auf z.T. vom Regen durchweichten Wegen stetig bergauf, bis wir schließlich gegen 12 h auf dem kleinen Berg waren, wo das historische Monteveglio mit alten Häusern und einer Kirche liegt, deren baulichen Ursprünge noch auf die Römer zurückgeht.

 

Der Abstieg ging wesentlich schneller, so dass wir schon bald nach Reinigung der Schuhe im wilden Gras (vor allem unter den jungen Teilnehmerinnen gab es z. T. differenzierte Ansichten darüber, was unter Regionalpark-tauglichem “festen Schuhwerk” zu verstehen ist) in unsere Autos steigen und zurück nach Bazzano fahren konnten. Dort waren für uns Plätze in einer Pizzeria nahe unseres Hotels reserviert. Wir hättem dort auch pünktlich um 13 h sein können, wenn alle Fahrer/innen nur den Autos hinterhergefahren wären, die mit “N4Y” – Schildern gut sichtbar im Rückfenster jedes Fahrzeugs gekennzeichnet sind.

Nach dem Essen hatten wir ca. eine Stunde Pause, bevor es gegen 15.30 h weiter ging im Programm: Im Konferenzraum des Hotels wurden wir nach einer Einführung von Laura Nanni von einer Kollegin in die hohe Kunst der handgefertigten Pasta eingeführt. Bis ca 17 h waren wir mit kneten, rollen und schneiden beschäftigt.

Direkt im Anschluss wurden die Pasta-Utensilien weggeräumt, und die Laptops kamen auf den Tisch: Es gab den ersten Internationalen Newsroom. In Gruppen der Newsrooms, wie sie auch in Deutschland und Italien im Projekt arbeiten, erstellten wir unter Anleitung der Medientrainerin Anne Jacobs Artikel aus unseren bisherigen Erlebnissen, die allesamt zu Top-News wurden.

 

Gegen 19.30 war der Koch der Hotelküche so weit: die von uns gefertigte Pasta wurde, z.T. mit Saucen, serviert. Im Anschluss machten wir noch einen kurzen Stadtbummel in Bazzano, denn morgen geht es früh raus.

 

Halbzeitkonferenz Tag 1

Am Abend des ersten Tages sind alle zufrieden: 16 Newsroom-Teilnehmer/innen, 2 Dolmetscher/innen und 5 Betreuer/innen starteten am 28. Januar mit nur 10 Minuten Verspätung vom Flughafen Schönefeld zunächst zum Flughafen Mailand-Malpensa, den wir gegen 14 Uhr erreichten. Nachdem die angemieteten 5 Autos abgeholt waren, ging es auf die leider verregnete rund 250 km lange Strecke überwiegend per Autobahn zu unserem Ziel Bazzano in der Region Emilia romagna.

Auf der halben Strecke fuhren wir wir zuf einem “Autogrill” (wo alles gegrillt wird, nur keine Autos). Während der kurzen Pause “erleichterten” sich einige an dafür vorgesehenen Örtchen, andere organisierten sich Softdrinks und feste Nahrung (nicht nur in Form von Gummibärchen). Die Fahrt in der Autokolonne verlief reibungslos, incl. zweier landesüblicher Mafia-Kehren aufgrund notwendig gewordener Richtungswechsel.

Pünktlich um 18 Uhr kamen wir in unserem Hotel Alla Rocca an, wo uns zunächst einmal alle Pässe weggenommen wurden (jedoch nur zur Aufnahme der Daten für die Zimmerbelegung). Am Hotel wartete bereits Allessandro, der Sozialarbeiter im Jugendzentrum Monteveglio und Anleiter des dortigen N4Y Newsrooms, mit 5 seiner Teilnehmer. Nachdem alle Zimmerbelegungsfragen geklärt waren, ging es um 19 h in ein fußläufig entferntes Ristorante, dass für diesen Abend komplett für uns reserviert war und wo uns ein 3-Gänge-Menü und frisches Wasser (vermutlich aus dem nahe gelegenen San Pellegrino) serviert wurde. So ein Abendessen in Italien zieht sich hin, besonders wenn sich zum ersten mal die Teilnehmer/innen aller deutschen und italienischen Newsrooms treffen und sich einiges zu erzählen haben.

Während sich die jüngsten Teilnehmer unserer Reise gegen 21 h freiwillig in ihre Zimmer im Hotel zurückzogen, führten unsere italienischen Gastgeber den Rest der deutschen Delegation unter Begleitung der Anleiter Herr Emmerich, Frau Kondrjakow, Frau Jacobs und Frau Grosser noch in eine Gelateria – hier wird auch abends und im Winter Eis gegessen. Ein”runder” Tag – mal sehen, wie es morgen weitergeht.

 

Themen der Halbzeitkonferenz

Die zweite Internationale Projektkonferenz fand den Winterferien 2012 in Italien statt. 18 Jugendliche und 6 Betreuer/innen aus allen Newsrooms fahren vom 28. bis 31. beim italienischen Projektpartner in der Region Bologna ( Programm ).

Es ging darum, die Zwischenergebnisse des Projekts auf deutscher und italienischer Seite gemeinsam auszuwerten und Schlussfolgerungen für die zweite Umsetzungsphase des Projekts zu treffen. Zugleich sollen sich die jugendlichen Teilnehmer/innen, wie schon zur Kick Off Konferenz im Mai 2011, über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit Medien und Nachrichten allgemein und im laufenden Projekt im besonderen austauschen. Geplant ist ein internationaler Newsroom in einem der beteiligten italienischen Jugendzentren.

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